Zum Thema Stadtbeleuchtung mehren sich nicht nur in Markkleeberg die kritischen Stimmen: Straßenleuchten blenden oft, sind zu hell, bringen ungewolltes Licht ins Schlafzimmer und stören die Nachtruhe. Hinzu kommt, dass das weiße LED-Licht (mit hohem blauwelligem Anteil) für nachtaktive Insekten problematisch ist und auch andere Tiere und Pflanzen beeinträchtigt. So zielt der neue § 41a des Bundesnaturschutzgesetzes zum Schutz von Tieren und Pflanzen auf die Vermeidung nachteiliger Auswirkungen von Beleuchtung (die Rechtsanpassung muss noch erfolgen). In einem von den Markkleeberger Grünen initiierten Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung wurden Ende März diesbezügliche Aspekte und Blickwinkel ausgetauscht.
Erfreulich ist, dass unsere Stadt bei der energiesparenden LED-Umrüstung weiter fortgeschritten ist als andere Kommunen. Doch damit werden auch die Nachteile der LED´s deutlich. Erste, bereits umgesetzte Maßnahmen zur Vermeidung von Lichtverschmutzung und deren notwendige Weiterentwicklung konnten in dem Gespräch konstruktiv diskutiert werden. Von einer umweltverträglichen Stadtbeleuchtung, zu der auch private Areale (z.B. der Marktkauf-Parkplatz) gehören, sind wir allerdings noch weit entfernt. Die Problematik wird jedoch zunehmend erkannt und eine sinnvolle Lichtvermeidung von immer mehr Menschen befürwortet. Unsere Straßen werden deshalb keineswegs dunkel, aber Urbanität und Ökologie sollten schon bald in Einklang gebracht werden.
Text: Maria Hübner, Foto: Michael Leps, pixelio.de
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