Investition in Kunst statt in Klima: Fehlentscheidung in Markkleeberg?



Die Stadtverwaltung Markkleeberg plant, 33.000 € für ein zweites Wandbild an der S-Bahn-Unterführung auszugeben. In Zeiten fortschreitender Klimerwärmung ist diese Prioritätensetzung kritisch zu hinterfragen.

Während ein Graffito lediglich dekorativen Charakter hat, bietet eine Fassadenbegrünung einen messbaren ökologischen Mehrwert für die Stadt und ihre Bewohner*innen.

Eine gezielte Begrünung wirkt als natürlicher Hitzeschutz, kühlt die Umgebung im Sommer und stärkt die Biodiversität.

Gerade in der jetzt schon überhitzten „Neuen Mitte“ ist die Transformation zur „Schwammstadt“, die Wasser speichern und kühlend wirkt, eine zentrale Forderung für eine zukunftsfähige Klimaanpassung .


Dass die Natur – etwa durch Efeu – keine baulichen Eingriffe wie Dübellöcher benötigt, macht eine Begrünung nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wesentlich kostengünstiger als ein teures Kunstprojekt. Besonders widersprüchlich ist die Begründung des Bürgermeisters, die Deutsche Bahn würde einer solchen Maßnahme nicht zustimmen.

Tatsächlich hat die DB InfraGO AG die „Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz & Anschlussmobilität“ etabliert, die explizit dazu dient, Bahnhofsumfelder zukunftsfähig und klimaresilient zu gestalten . In der Praxis setzt die Bahn bereits auf klimaresiliente Umfeldgestaltung durch Begrünung, wie etwa am Bahnhof Caputh-Geltow . Auch Projekte in Leutkirch im Allgäu zeigen, dass die Bahn gemeinsam mit Kommunen auf Entsiegelung und grüne, attraktive Räume setzt .

Es ist unverständlich, warum die Stadtverwaltung hier auf veraltete Argumente setzt, anstatt die bestehenden Beratungsangebote der Bahn zu nutzen, um Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Vordergrund zu stellen. Markkleeberg sollte investieren in eine lebendige, grüne Infrastruktur statt in teure Farbe an der Wand.

Was ist ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns oder gerne auch dem OBM!

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