Der Ausbau von Ladeinfrastruktur muss dem Bedarf um zwei Jahre vorausgehen, so fordert Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir bereits im Dezember 2021 einen Antragsentwurf zur Bereitstellung von Planungsmitteln und einer Konzeption zum Ausbau von E-Ladepunkten in Markkleeberg an die großen Fraktionen im Stadtrat gesendet. Beim Einreichen des Antrags im Mai zeigte sich, dass die Verwaltung im März eine Bedarfsanalyse an konkreten Standorten beauftragt hatte. Möglicherweise schon ein erster Erfolg unserer Initiative oder Zufall? Eine Bedarfsanalyse reicht jedoch nicht.
Es braucht mehr – nämlich einen durchdachten und umfassenden Ausbauplan für die gesamte Stadt sowie klare Zeitleisten und Zahlen, um den Stand des Ausbaus auch überprüfbar zu machen. Vor allem benötigen wir viele Ladepunkte vor Mehrfamilienhäusern, z.B. an Laternenmasten, um auch Bürgern ohne Privatgrundstück das Laden eines E-Autos direkt vor der Haustür zu ermöglichen. Mieter werden ansonsten gegenüber Grundstücksbesitzern benachteiligt. Verschiedene Förder- sowie Finanzierungsmöglichkeiten sind denkbar. Bei der Diskussion im Stadtrat ließen wir uns überzeugen, unseren Antrag zunächst zurückzuziehen und die bereits beauftragte Bedarfsermittlung abzuwarten. Da dies wertvolle Zeit kostet, hoffen wir nun bei der Wiedervorlage im Herbst auf gemeinsames schnelles Handeln.
Text: Bündnis 90/Die Grünen Markkleeberg
Bild: Pixabay
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